Dezentrale Verarbeitung von Gülle

Forschungsprojekt mit der Fachhochschule Münster

Dezentrale Verarbeitung von Gülle

In diesem Forschungsprojekt wurde der Einfluss der Güllealterung und Abscheidegrade hinsichtlich einer denzentralen Verarbeitung untersucht. Dabei wurden möglichst frische Schweinegülle, Rindergülle und NaWaRo-Gärrest am Betrieb Bioenergie Beerlage GmbH & Co.KG in Billerbeck sepaiert und in zwei unterschiedlichen Einstellung mit dem Klass Wendelfilter separiert. Dabei wurden eine Nährstoffanalyse (N, P, K, MgO, CaO) durchgeführt und die Biogaserträge (nach VDI 4630 im Batch-Versuch) sowie ein Summenparameter (pH, Leitfähigkeit, Redox-Potenziale) untersucht.

Ergebnisse

Schweinegülle

  • Der Biogasertrag von Rohgülle halbiert sich nach nur 7 Tagen Lagerung
  • Der Biogasertrag von abseparierten Feststoffen aus der Schweinegülle ist unabhängig vom Güllealter
  • Die Phosphorabscheidung steigt mit dem Güllealter und erreicht fast die Abscheideeffizienz einer Zentrifuge bei geringer Baugröße und Stromverbrauch (2,5 kWh/tRohgülle)

Rindergülle

  • Der Biogasertrag von Rohgülle halbiert sich auch hier nach nur 7 Tagen Lagerung
  • Der Biogasertrag der abseparierten Feststoffe sinkt bei der Rindergülle auch mit dem Güllealter
  • Rindergülle sollte möglichst frisch separiert werden
  • Nährstoffabscheidung ist bei Rindergülle schwerer darstellbar

Gärreste

  • Die Separation von Gärresten dient vorrangig der Entwässerung
  • Unterschiedliche Feuchtegrade erzeugen unterschiedliche Befallsarten (Käfer oder Pilze)
  • Möglicherweise steigt der Abbaugrad der organischen Masse (Versuchsergebnisse stehen noch aus)

Verwendete Produkte